Vom Selbstständigen zum echten Experten – mit deinem Productized Service

Vom Selbstständigen zum echten Experten – mit deinem Productized Service

Wie du mit einem Productized Service Freiheit und Unabhängigkeit erreichst

Seit einigen Jahren bist du bereits selbstständig und hast dich in deiner Nische etabliert. Durch regelmäßige Weiterbildungen bleibst du auf dem Laufenden und baust deinen Expertenstatus kontinuierlich aus. Deine Kunden schätzen deine Expertise und die Qualität deiner Arbeitsleistung. Nun bist du in der glücklichen Lage, dass du die vielen Anfragen überhaupt nicht stemmen kannst, denn auch dein Tag hat nur 24 Stunden. Zudem würdest du gerne weniger abhängig von deiner Arbeitsleistung sein und freier agieren können, ohne direkt mit Umsatzeinbußen kämpfen zu müssen. In diesem Artikel verrate ich dir, wie du mit Productized Services aus der Zeit gegen Geld-Falle herauskommst, als Experte angesehen wirst und mit deinem Business wachsen kannst. 

 

Die Nachteile des Zeit-gegen-Geld-Modus

Zum Start in die Selbständigkeit ist es üblich, seine Leistungen per Stundensatz abzurechnen. Es ist eine Zeit des Ausprobierens und es dauert einige Zeit, bis man einen Bereich findet, der einem wirklich Freude bereitet oder in dem man sich spezialisieren möchte. 

Doch das Tauschen deiner Zeit gegen Geld wird auf Dauer nicht nur anstrengend und stressig sondern bringt viele Nachteile mit sich, wenn du von Freiheit und Unabhängigkeit träumst: 

  • Bei jedem neuen Kunden fängst du bei Null an.  
  • Deine Arbeitszeit ist begrenzt, also sind auch deine Einnahmen begrenzt. Der Tag hat nur 24 Stunden. 
  • Du hast viel Vorarbeit, die oft nicht einkalkuliert ist und dadurch unbezahlt bleibt (Angebote, Vorgespräche etc.)
  • Je schneller und besser du wirst, umso weniger Zeit kannst du in Rechnung stellen. 
  • Fehlende Planbarkeit: Stressige Zeiten und Flaute wechseln sich häufig ab. 
  • Wenn du mal Urlaub machst oder krank wirst, kommt kein Geld rein. 
  • Über einen bestimmten Stundensatz kommst du nicht hinaus – der Markt bestimmt mit. 

Nach Arbeitszeit abzurechnen ist, wie gesagt, ein leichter einstieg in die Selbständigkeit. Jedoch gewinnst du damit nicht unbedingt die Freiheit, von der du geträumt hast. Klar, du kannst reisen und deine Arbeit an die schönsten Orte der Welt mitnehmen, hast aber immer den Druck im Hinterkopf, arbeiten zu müssen. Viel Freizeit kannst du dir nicht erlauben, da die Reisen natürlich auch bezahlt werden wollen. 

 

Die Vorteile eines Productized Services

Um endlich unabhängiger von deiner reinen Arbeitszeit zu werden, musst du dein Business weiterentwickeln. „Aufs nächste Level heben“, wie man in der Onlinebubble so schön sagt. Ein Productized Service bietet dir dabei die nötige Flexibilität gepaart mit einem standardisierten Prozess, ohne Qualitätseinbußen hinnehmen zu müssen. 

Damit entkoppelst du deine Arbeitszeit von deinen Einnahmen und stellst dein Business auf eine völlig neue Stufe. Der Service verläuft nach klaren Schritten und lässt sich wie eine Art Produkt als standardisierte Problemlösung verkaufen. Dadurch hast du pro Verkauf immer denselben Umsatz, kannst aber mit der Zeit die Effizienz und Qualität steigern und so die Gewinnmarge erhöhen. Dein Expertenstatus baut sich weiter aus und du kannst neue Produkte entwickeln, ohne durch ständige Kundenarbeit zu sehr eingespannt zu sein. 

 

Productized Services sind der Turbo für dein Business

Springst du einmal aus der Zeit gegen Geld-Falle, ist das eine riesige Chance für dein Business, den nächsten Schritt zu machen. Möglicherweise hattest du auch bisher Unterstützung bei Dingen wie deiner Buchhaltung oder Kundensupport. Doch diese Hilfe bringt dir an sich nur etwas mehr Zeit, bringt allerdings dein Business nicht weiter. Schaffst du stattdessen völlig neue Prozesse, kannst du dir ein richtiges Team aufbauen, das dich mit seiner Expertise unterstützt, dein Angebot weiter zu optimieren. Jedes einzelne Teammitglied bringt dabei eine ganz eigene Expertise mit ein, schließlich kannst du nicht in allen Bereichen eine absolute Rakete sein und musst dir Wissen einkaufen. So kannst du dich auf die Kernprozesse fokussieren. Du bist auf diese Art und Weise nicht mehr am Prozess an sich beteiligt, sondern ausschließlich an dessen Optimierung und der Entwicklung neuer Angebote. 

 

So erstellst du einen Productized Service

Der Weg hin zu einem passenden und erfolgreichen Productized Service ist nicht schwer, allerdings ein völlig anderer als dein bisheriger. Bis heute hast du individuelle Angebote geschrieben und für jeden einzelnen Kunden eine ganz individuelle Problemlösung erarbeitet. Bei der Erstellung eines Productized Services geht es darum, deinen Kunden einen festen Prozess zu liefern, der zur Lösung des Problems führt. Das kann weiterhin eine Dienstleistung sein, oder auch ein Onlinekurs, ein Buch oder etwas sein. Ganz gleich, für welche Form des Prozesses du dich entscheidest, die Arbeitsschritte sind immer gleich.

 

1. Lege deinen Zielkunden fest

Als ExpertIn hast du dich bereits mit dem Thema Zielkunde auseinandergesetzt. Denn sobald du ein spezifisches Angebot hast, ist es enorm wichtig, deinen Zielkunden ganz genau zu definieren und damit ansprechen zu können. Für einen Productized Service ist diese Arbeit die Basis, die einen großen Anteil am späteren Erfolg deines Angebots hat. Je besser du deinen Zielkunden und seine Herausforderungen kennst, desto zielgerichteter kannst du deine Marketingmaßnahmen auf ihn ausrichten. So erhöhst du die Conversionrate und damit die Buchungen deines Angebots. 

2. Kommuniziere die Transformation / das Ergebnis

Mit einem Productized Service verkaufst du eine Problemlösung, ein Ergebnis (nicht deine Zeit). Es muss dir also glasklar sein, welches Problem du lösen willst. Und diese Lösung musst du genauso glasklar kommunizieren. Wo steht dein Kunde jetzt, wo will er hin? Welche Transformation macht er durch? Wie sieht die Situation für deinen Kunden vor eurer Zusammenarbeit aus? Wie sieht sie danach aus? Welche Verbesserungen wurden erreicht? Sprich dabei gerne Details an und arbeite auch mit Zahlen wie Umsatz etc., denn dadurch wird die Transformation greifbar. 

3. Breche die Transformation in Einzelschritte herunter

Gerade, wenn dein Zielkunden mit vielen Herausforderungen zu kämpfen hat, erscheint die Transformation riesig. Damit sie für den Interessenten nicht unerreichbar wirkt, solltest du sie in einzelne Schritte herunterbrechen. So wirkt das Ziel realistisch und der Weg dorthin wird für den Interessenten klar und machbar. 

Bist du beispielsweise Launch-ExpertIn und das große Ziel ist ein 6-stelliger Umsatz, erscheint das für jemanden, der bisher pro Launch nur einzelne Verkäufe hatte, wenig realistisch. Gehst du aber in deiner Kommunikation auf die Mini-Transformationen, also die einzelnen Meilensteine ein, wirkt das Ziel gleich nicht mehr so groß und der Weg dahin wesentlich logischer. In diesem Fall könnten die ersten Schritte so aussehen:

  • Erstgespräch und Zielsetzung
  • Erarbeitung eines Launch-Plans
  • Erstellung eines Kundenavatar
  • Aufsetzen eines Sales-Funnels

4. Wie soll dein Angebot aussehen?

Hast du die Vorarbeit geleistet und es geht an die Erstellung deines Productized Services, ist es wichtig, das Format zu wählen. Soll es ein Workshop oder ein Onlinekurs sein, ein Coaching-Paket, ein Buch oder doch lieber ein tatsächliches Produkt? Hier gibt es unzählige Optionen, die du für dich nutzen kannst. Wichtig dabei ist, dass dir das Format Spaß macht. Andernfalls hast du viel Arbeit und Geld in einen Prozess gesteckt, der am Ende mehr belastet als frei macht. Überlege mal: macht dir die 1:1 Kundenarbeit wirklich noch Spaß oder hast du dich in den letzten Jahren womöglich weiter entwickelt und siehst dich jetzt eher in der Berater-Rolle?

 

Nach diesen 4 Schritten steht dein Productized Service. Herzlichen Glückwunsch! Merke: Dein Angebotsformat darf sich im Laufe der Zeit verändern. Die Transformation deines Kunden, also das Ergebnis, das du lieferst, sollte gleich bleiben. Vielleicht beginnst du mit der Dienstleistung, entwickelst später daraus ein Selbstlernprogramm oder eine Membership und schreibst ein Buch. So bist du nicht an nur ein einziges Angebot gebunden, bleibst aber im gleichen Thema, für das du bekannt geworden bist. So ist immer klar, wofür du stehst.  

Hier kommen noch zwei Bonus-Schritte für dich, um noch mehr Umsatz zu erzielen und noch weniger Einsatz zu bringen. 

5. Reduziere deinen Aufwand

Sicher hast du auch schon den ein oder anderen Onlinekurs gekauft. Selten gab es dabei wirklich nur den Kurs – meistens ist ein Workbook o.Ä. im Angebot enthalten. Diese vorgefertigten Liefergegenstände erhöhen nicht nur die Qualität deines Angebots, sondern sparen dir vor allem Zeit und vergrößern damit deine Marge. Denn du erstellst sie einmalig und kannst sie jedem einzelnen Kunden sofort zur Verfügung stellen, ohne weiteren Aufwand zu haben. Das könnten z.B. fertige Fragebögen für das Vorgespräch sein, Übergabedokumente, Willkommenspakete usw.

6. Runde dein Angebot ab und mache deinen Productized Service noch wertvoller

Wann werden deine Kunden begeistert von deinem Angebot sprechen und dir damit weitere Kunden bringen? Richtig – wenn ihre Erwartungen an deinen Productized Service nicht einfach nur erfüllt, sondern übertroffen wurden. Das erreichst du mit dem sogenannten Wow-Faktor. Das können gratis Zugänge sein, Arbeitsmaterialien und vieles mehr. Es geht darum, mit wenig Aufwand einen großen Nutzen für deine Kunden zu schaffen. Das kannst du auch gerne kommunizieren und den Wert benennen, um zu verdeutlichen, wie hochwertig dein Angebot ist.

 

Mit diesen Vorbereitungen kannst du direkt loslegen, deinen eigenen Productized Service zu erstellen. Anfangs wirkt der Schritt vom Selbstständigen zum Experten vielleicht etwas groß. Doch genau dieser Schritt bringt dir das freie Leben und die Unabhängigkeit, die du dir wünschst – du musst ihn nur gehen.

Fühlst du dich etwas überwältigt von den einzelnen Schritten oder fällt dir das Umdenken noch schwer? Dann buche dir gern ein kostenfreie, unverbindliches Mini-Coaching und ich schau mit dir von außen auf dein Business und gebe dir sofort Hilfestellungen für deine nächsten Schritte.

Wie dein Team zur Entlastung für dich wird.

Wie dein Team zur Entlastung für dich wird.

Viele Unternehmer, von Agenturinhabern mit Angestellten bis hin zu Selbständigen, die bestimmte Aufgaben an Subunternehmer auslagern, stehen vor ähnlichen Problemen mit ihrem Team:

  • die Qualität der abgelieferten Leistung ist nicht gut genug, du musst selbst zu viel kontrollieren und nachbessern.
  • das bedeutet, dass du dich schwer damit tust, überhaupt zu delegieren, denn oft hast du es schneller und besser selbst gemacht.
  • deine Kunden wollen nur dich (klar, weil du es am besten kannst).
  • es gibt lange Einarbeitungsphasen für Mitarbeiter.
  • dein Team kommt nicht länger als 3 Wochen ohne dich aus (Urlaub und erst Recht längere Auszeiten werden damit zum Problem für dich).
  • wenn du wachsen willst mit deiner Firma, ist es schwer, die Personalinvestition mit der tatsächlichen Auftragslage auszubalancieren (Ausgaben vs. Einnahmen).

Die Hauptprobleme sind also, dass du nicht ersetzbar bist und dass Wachstum mit einem enormen Risiko einhergeht. Für beides ist ein funktionierendes Team der Schlüssel. Es macht dich entbehrlich und bildet die Struktur, die du für dein Wachstum brauchst.

  • Die Wurzel der Probleme sind nicht schlechte Mitarbeiter, sondern fehlende oder nicht funktionierende Systeme in deiner Firma. Selbst mit den motiviertesten und qualifiziertesten Mitarbeitern kann das Team nur so gut sein wie das System, in dem es arbeitet. Schlechte Mitarbeiter sind oft nur ein Symptom  dieser Problemwurzeln.
  • Du musst selbst zu viel nachbessern, weil deine Leistung zu individuell ist oder die Abläufe noch in deinem Kopf sind. Es gibt keine dokumentierten Standards & Prozesse. Bevor du das jedem neuen Mitarbeiter erklärt hast, bist du für den Moment schneller, wenn du es selbst machst. Auf Dauer kommst du so nie raus.
  • Deine Kunden wollen ein optimales Ergebnis. Wer ihnen das liefert, ist ihnen ehrlicherweise egal. Sie bestehen nur so lange auf dich, wie du die einzige Person im Unternehmen bist, die ihnen dieses Ergebnis liefern kann.
  • Dein Team kommt nicht über mehrere Wochen und länger ohne dich aus, weil du noch zu viele entscheidende Schlüsselpositionen selbst besetzt. Dies muss nicht unbedingt auf einen Fehler im System hindeuten, vielleicht machst du einfach noch nicht genug Umsatz, um diese Positionen mit Mitarbeitern zu besetzen. Kommt dein Team aber nicht mal einen kurzen Urlaub lang ohne deine Hilfe klar, stimmt was nicht in der Struktur.

Mit einem funktionierenden System kannst du Mitarbeiter zielführender einsetzen und austauschen. Wenn du immer wieder Leute in deinem Unternehmen beschäftigst, die nicht passen oder enttäuschen, liegt das ursächlich daran, dass die Aufgabe nicht klar definiert ist und es keinen dokumentierten Prozess hinter dieser Aufgabe gibt. Das macht es schon schwer, überhaupt die richtigen Mitarbeiter zu suchen.

Vom Einzelkämpfer, der sich Support ins Boot holt bis zum Unternehmer mit mehreren Angestellten – wenn du wachsen möchtest, brauchst du eine gesunde Struktur, auf der dieses Wachstum passieren kann. Wie du diese Schritt für Schritt aufbaust, zeige ich dir jetzt.

 

Mach dich entbehrlich – mit System.

Ein funktionierendes Team ist der Schlüssel, dich entbehrlich zu machen. Damit dein Team zur Entlastung und nicht zur Belastung wird, brauchst du 3 entscheidende Schritte, in dieser Reihenfolge:

1.     Skalierbarkeit deines Angebotes
2.     Automatisierung und Digitalisierung deiner Prozesse
3.     Abhängigkeit deines Unternehmens von Positionen (nicht von Menschen!)

Wenn du schon ein Team hast, aber feststellst, dass die Schritte 1 und 2 bei dir noch Verbesserungspotential haben, solltest du zuerst deine Prozesse überarbeiten und entsprechende Strukturen aufbauen, bevor du dich an deine Teamstruktur machst.

 

Schritt 1: Du brauchst ein skalierfähiges Angebot.

Das heißt, du brauchst eine konkrete Problemlösung für deinen Kunden, die einem standardisierten Lösungsweg folgt. Keine individuellen Projekte mehr!

Das Ziel eines Teams ist Wachstum. Hast du kein skalierfähiges Angebot, kommst du aus der Zeit-gegen-Geld-Falle nicht raus, und damit auch nicht aus deinem eigenen Tagesgeschäft. Selbst wenn du ein Team hast, ist dieses viel zu abhängig von dir und deinen Entscheidungen, solange du individuelle Projekte abarbeitest.

Spätestens dann, wenn deine Firma wachsen könnte, weil deine Kunden dir die Bude einrennen, wird dein individuelles Angebot zum Dilemma: du versuchst die Aufträge mit dem bestehenden Team abzufangen, und suchst parallel nach neuen Mitarbeitern. Wenn du diese dann während den Projekthochphasen einarbeiten musst, kann es schon mal drunter und drüber gehen, dein aktuelles Team ist sowieso schon überlastet. Suchst du erst nach neuen Mitarbeitern, ohne die Aufträge fix zu haben, stehst du vor dem Risiko, deine Liquidität zu verlieren, wenn geplanter Umsatz wegbricht. Vor allem mit Angestellten kann das zum Problem werden.

 

Schritt 2: Automatisiere & digitalisiere deine Prozesse.

Das bedeutet nichts anderes, als den manuellen Input zu minimieren. Hast du ein konkretes Angebot, hat dieses einen Festpreis. Wenn du den Zeitaufwand minimierst, der zur Erstellung und Lieferung deiner Leistung nötig ist, bleibt eine Marge für dich, die du dann wieder investieren kannst: z.B. in Mitarbeiter.

Du brauchst eine stabile Grundlage, die du in standardisierten Prozessen abbilden kannst. Ohne die wird dein Team nicht zur Entlastung, sondern zum unkalkulierbaren Kontroll-Hustle.

 

Schritt 3: Baue dein Team nach Positionen auf.

Hast du dein Angebot standardisiert und deine Prozesse automatisiert und digitalisiert, bist du ein gut aufgestellter Solopreneur. Du bist nicht mehr das System, du hast ein System.

Die Konsequenz: du holst erst dann Support in dein Business, wenn du profitabel genug bist, und bleibst so liquide. Das gilt auch für die Vergrößerung von bestehenden Teams. Ohne profitables Wachstum werden Mitarbeiter schnell zum finanziellen Problem. Profitables Wachstum aber braucht Struktur. Hast du Schritt 1 und 2 ausgelassen, ist dein Team wieder abhängig von dir und kann ohne dich schlecht performen.

Hast du aber ein System für deine Leistung, kann dein Team die Leistungserbringung oder andere Aufgaben wie Marketing, Vertrieb, Customer Service etc. übernehmen.

Jetzt hast du ein hochgradig systematisiertes Unternehmen. Von hier ab kannst du richtig wachsen und dich Schritt für Schritt komplett entbehrlich machen. Schritt 4 wäre dann, aus deinem System ein Franchise aufzubauen, und dein System an die Franchisenehmer zu verkaufen. Das ist z.B. das, was Business mit Struktur mit den zertifizierten Coaches macht. Der finale Schritt 5 wäre dann, deine Firma zu verkaufen.

Bis dahin ist allerdings ein ganzes Stück Weg zu gehen. Im Folgenden beschäftigen wir uns im Detail erst einmal mit Schritt 3, deinem Team.

 

Mache dein Unternehmen abhängig von Positionen, nicht von Menschen.

Du siehst, ein Team aufzubauen, macht erst dann Sinn, wenn du das Fundament für dein Wachstum gelegt hast – Skalierbarkeit und Automatisierung. Jetzt ist entscheidend, dass dein Unternehmen nicht abhängig von Menschen ist, sondern von Positionen. Auch beim Aufbau deines Teams solltest du systematisch vorgehen und dich so Schritt für Schritt ersetzbar machen.

 

Schritt 1: dein Organigramm – plane in Positionen, nicht in Personen.

Ist dein Business personen- oder positionsabhängig? Gibt es Key-Player in deinem Unternehmen, deren Verlust starken Schaden für deine Firma bedeuten würde? Wenn dem so ist, solltest du deine Teamstruktur überarbeiten.

Denke perspektivisch und arbeite dich von da zurück.

Das Ziel eines Teamaufbaus ist Wachstum – denke also nicht vom momentanen Ist-Zustand deines Unternehmens, sondern frage dich, wie deine Firma aussieht, wenn sie fertig ist. Dein Ziel muss es dabei sein, dass du dich aus dem Tagesgeschäft herausziehen kannst.

Positionen, deren Anforderungen und dafür benötigte Skills

Welche Positionen brauchst du in deinem Unternehmen, damit dies gewährleistet wird? Du wirst diverse Positionen für das Abarbeiten des Daily Business haben, sowohl für interne Prozesse, wie Marketing, Vertrieb, Website etc., als auch für die Lieferung der eigentlichen Leistung zu deinen Kunden. Denke von den Anforderungen an diese Position her – ein Programmierer wird andere Skills benötigen als ein Webdesigner, auch wenn es oftmals eine Person gibt, die beide Hüte aufhat.

Welche Tätigkeiten fallen bei dir an?

Ein guter Anfang ist es, einmal alle Tätigkeiten, intern und nach außen gerichtet, die in deinem Unternehmen anfallen, aufzuschreiben. Erst dann wird dir wirklich bewusst, welche Positionen für diese Tätigkeiten notwendig sind. Denke nicht in der Anzahl an Personen, die diese Positionen ausfüllen, bist du ein Einzelkämpfer, bist du aktuell noch alle Positionen, du hast alle Hüte in deiner Firma auf. Differenziere wirklich in Tätigkeiten. Nur so gewinnst du einen Überblick darüber, wo du reale Menschen einsetzen musst und welche Hüte du nach und nach jemand anderem aufsetzen kannst.

Wenn deine Firma wächst, und damit der Workload und die Komplexität der Aufgaben, kannst du Positionen tatsächlich auf mehrere Mitarbeiter aufteilen. Wichtig ist vor allem, dass von Anfang an klar ist, welche Anforderungen an die jeweiligen Positionen gestellt werden, da mit den Anforderungen unterschiedliche Skills einhergehen, deren Differenzierung und Spezialisierung mit wachsender Unternehmensgröße zunehmen, und sehr wahrscheinlich nicht mehr nur von einer Person ausgeführt werden können.

Kontrolle und Steuerung der umsetzenden Positionen

Da du perspektivisch nicht alle diese umsetzenden Positionen kontrollieren und steuern kannst, braucht es eine Ebene aus Managern, die dies übernehmen, z.B. ein Manager Marketing, Manager Finanzen, Manager HR usw. Diese Manager reporten an dich, ob die Ergebnisse erreicht werden und du bist in der Lage, basierend auf diesen Ergebnissen Unternehmensentscheidungen zu treffen.

Je nachdem wie groß deine Firma werden soll, braucht es ggf. eine weitere konsolidierende Ebene zwischen der Geschäftsführung und den Managern.

Die Struktur als Basis, deine Hüte abgeben zu können.

Auch wenn du jetzt erschrickst und denkst, so groß will ich doch gar nicht werden, setze dein Organigramm trotzdem perspektivisch auf. Auch wenn du kein riesiges Unternehmen aufbauen willst, brauchst du mindestens Klarheit über die umsetzenden Positionen und wie gut du diese kontrollieren kannst, ohne ständig verfügbar zu sein.

Es ist sehr wahrscheinlich, dass du jetzt und in naher Zukunft noch die meisten Positionen selbst besetzt, und dir auch deine eigenen Reportings schreibst (mehr dazu weiter unten). Wichtig ist, dass du eine Struktur aufbaust, die dir die Möglichkeit gibt, auch weitere Personen auf die definierten Positionen zu setzen. Nur so kannst du dich Schritt für Schritt auf bestimmten oder später allen umsetzenden Positionen herausziehen. Fehlen dir diese Strukturen, wirst du dich mit einem Team später in Aufgaben, Zuständigkeiten und Kontrollen verheddern und sehr wahrscheinlich Geld verschwenden.

Werde dir klar, welche perspektivischen Wachstumsziele du mit deiner Firma hast – und frage dich bei jeder Position, ob es Sinn macht, ein Gehalt oder Honorar dafür zu investieren. Sinn macht dies immer dann, wenn du dich aus dieser Position herausziehen willst bzw. wenn deine Auftragslage Unterstützung notwendig macht. Je größer und damit komplexer deine Firma wird, umso weniger darfst du mit dem Tagesgeschäft belastet sein.

 

Schritt 2: die Stellenbeschreibung für jede Position

Hast du dein Organigramm aufgebaut, fang da an, wo es bei dir gerade am dringlichsten hängt:

Welche Stelle musst du schnellstmöglich besetzen, entweder weil so viel zu tun ist, und mehr Arbeitskraft gebraucht wird, oder du dich aus bestimmten Aufgaben einfach herausziehen können musst, weil du mehr Zeit für andere Dinge in deinem Unternehmen brauchst?

Schreibe die Stellenbeschreibung nicht für einen Menschen, sondern für die Position.

Werden mehrere Positionen von einer Person ausgefüllt, und setzt sich diese Person z.B. die Hüte Marketing Koordination und Website & Blog Texte schreiben auf, bekommt die Person 2 Stellenbeschreibungen in die Hand. Eine für Marketing Koordination, und eine für Texter.

Werde dir darüber klar, was genau die abarbeitenden Positionen machen sollen, bevor du Managerpositionen beschreibst.

Achte darauf, dass du Positionen nur dann als Manager Position benennst, wenn diese tatsächlich auch managen, und nicht abarbeiten. Das macht es dir sehr viel leichter, die Aufgaben und Zuständigkeiten klar voneinander abzugrenzen. Ein Manager ist dafür verantwortlich, dass die umsetzende Position ihren Job macht und dafür, die Ergebnisse an die Geschäftsführung zu reporten.

Dein nächster Schritt wird es sein, dich aus den umsetzenden Positionen herauszuziehen – hast du noch keine Manager, die die Umsetzer steuern, wirst du diese Funktion übernehmen. Hast du die Verantwortlichkeiten vorher nicht abgegrenzt, auch wenn du noch keinen Manager einstellen willst, ist für deinen Umsetzer das Verantwortungsgebiet nicht klar, das er abdecken muss.

Aus eigener Erfahrung wird erst beim wirklichen Aufschreiben der Stellenbeschreibung klar, wo die eine Position mit ihren Aufgaben und Verantwortungen aufhört und die nächsthöhere Position anfängt. Schreibe so konkret wie möglich auf, was du von der Person, die diese spezifische Position ausfüllen soll, erwartest. Dazu gehört die Stellenbezeichnung, das Stellenziel, Kernaufgaben und Nebenaufgaben, ggf. Arbeitshilfsmittel, Bewertungsinstrumente, Zusammenarbeit & Schnittstellen sowie Weiterentwicklungsmöglichkeiten, Verantwortungen, Kompetenzen und Stellvertretungen.

Lass dich auch hier nicht von dem Gedanken beirren, dass du so groß ja noch gar nicht bist oder werden willst. Die Stellenbeschreibung kann ganz kurz sein und umfasst vielleicht nur eine halbe DIN A4 Seite, wenn die Tätigkeit nicht so umfangreich ist. Wichtig ist die strukturelle Basis, die du damit legst. So vermeidest du es von Anfang an, dich in deinem eigenen System zu verheddern und zu verlieren.

 

Schritt 3: das Reporting – wie ermittelst du, dass der Mitarbeiter seinen Job gut macht und dein Unternehmen auf Kurs ist?

Erstelle nun für jede Position ein standardisiertes Reporting, welches von den Mitarbeitern an die nächsthöhere Managerposition in regelmäßigen Abständen übergeben werden muss.

Auch hier gilt: es muss nicht wahnsinnig komplex sein. Gerade am Anfang reportest du wahrscheinlich an dich selbst. Das kann ein simpler monatlicher Termin sein, zu dem du dir deine Zahlen auswertest und überprüfst, ob du noch auf Kurs bist. Du behältst so den Überblick und kannst Maßnahmen ergreifen, wenn du deine Ziele nicht erreichst. Diesen Prozess kannst du später ganz einfach an einen Finanzmanager auslagern, ohne dafür alles erst definieren und implementieren zu müssen.

Auch wenn du noch allein die wichtigsten Schlüsselpositionen deines Unternehmens besetzt – verlass dich nicht einfach nur auf dein Bauchgefühl, sondern auf konkrete Zahlen, Werte, Ergebnisse. Reportings brauchen in kleinen Firmen nicht wahnsinnig komplex sein. Vielleicht reicht auch eine Skala, z.B. „Von 1-10 – Wie zufrieden sind unsere Kunden?“

 

Jetzt kannst du echte Menschen auf deine Positionen setzen.

Wenn du nun ein Organigramm deiner fertigen Firma hast, deine Positionen definiert und deren Anforderungen und Skills beschrieben sind, kannst du die einzelnen Positionen mit den Teammitgliedern besetzen, die du bereits hast bzw. kannst gezielt nach Mitarbeitern suchen. Positionen können ggf. mehrfach von der gleichen Person besetzt werden.

Sehr wahrscheinlich wird in den meisten Positionen derzeit noch dein Name stehen – auch das ist kein Problem. Jetzt kannst du klar ermitteln, aus welchen Positionen du dich nach und nach herausziehen kannst und was bzw. wen es braucht, um dich zu ersetzen.

Welche Stellen sind noch unbesetzt? Welche Stellen sind vielleicht nicht ideal besetzt? Wo solltest du etwas in deiner Teamaufstellung verändern?

Mit klaren Anforderungen und Prioritäten kannst du nun in deinen Hiringprozess gehen. Auch dies solltest du nicht aus dem Bauch heraus machen, sondern einen Prozess implementieren, damit diese Aufgabe perspektivisch nicht mehr du selbst machen musst, wenn deine Firma wächst.

 

Ermächtige deine Mitarbeiter.

Eines der größten Probleme, vor dem Unternehmer stehen, ist die fehlende Selbständigkeit ihrer Mitarbeiter. Von der kleinzelligen Kontrolle einzelner Umsetzungsschritte bis dahin, dass dein Team nicht länger als 3 Wochen ohne dich auskommt, die Wurzel dieser Probleme ist nicht das Team oder deine Mitarbeiter, sondern die Struktur, in der sie aufgestellt sind und die (ggf. fehlenden) Prozesse, die klare Handlungsanweisungen geben, oder Vertreter, die dich ersetzbar machen.

Dein Organigramm und deine Stellenbeschreibungen bilden die Grundlage dafür, Anforderungen zu definieren und nach den richtigen Leuten suchen zu können, bzw. vorhandene Mitarbeiter richtig einsetzen zu können.

Weiter geht es mit Prozessen, die deine Mitarbeiter ermächtigen, vollumfänglich ihren Anforderungen gerecht werden zu können – das fängt beim ersten Arbeitstag an: wie nimmst du die Mitarbeiter in deiner Firma auf? Was brauchen sie an Informationen, um ihren Job gut machen zu können? Hast du z.B. ein Onboardingpaket, in dem dein Mitarbeiter alles an Informationen findet, um einen reibungslosen Einstieg zu haben? Briefing-Vorlagen findest du z.B. in der Vorlagenbibliothek. 

Frage dich, was alles passieren muss, damit der Mitarbeiter vernünftig arbeiten kann, ohne dass du jeden seiner Schritte begleiten musst.

Hast du die Prozesse, die zur Umsetzung der verschiedenen Aufgaben nötig sind, definiert und dokumentiert? Jede wiederkehrende Aufgabe bzw. Aufgabenreihenfolge muss dokumentiert werden. Dafür kannst du ganz einfach Tools wie z.B. Process Street nutzen. Nur dann kommen deine Mitarbeiter auch ohne dich aus – im umsetzenden Tagesgeschäft und auch später ganz.

 

Strukturen als Lösung deiner Probleme

Ein funktionierendes Team baut sich nicht über Nacht auf. Wenn du aber von Anfang an systematisch deine Strukturen aufbaust, wirst du dein Team und damit dich selbst Schritt für Schritt immer unabhängiger machen. Fassen wir noch einmal zusammen:

  1. Du brauchst ein standardisiertes Angebot. Mit individuellen Projekten hast du nicht die Voraussetzung, die es in puncto Prozessinstallation braucht. Und ohne Prozesse kein eigenständig funktionierendes Team.
  2. Du musst deinen Input minimieren, indem du Prozesse automatisierst und digitalisierst.
  3. Du brauchst ein Organigramm deiner fertigen Firma. Sammle alle anfallenden Tätigkeiten in deiner Firma und strukturiere sie in Positionen, nicht in Personen.
  4. Beschreibe die Anforderungen an jede Position und an wen diese Position reported. Wenn du meinst, die Anzahl & Komplexität an Reportings in Zukunft nicht handeln zu können, installiere konsolidierende Ebenen.
  5. Besetze Positionen mit vorhandenen Mitarbeitern bzw. suche fehlende Mitarbeiter. Schreibe die Namen von konkreten Menschen neben deine Positionen, auch wenn du selbst das noch bist. Personen können mehrere Positions-Hüte in deinem Unternehmen aufhaben. Sie brauchen aber für jeden Hut eine Stellenbeschreibung. In dieser Stellenbeschreibung findet sich unbedingt auch die Vertretung bei Abwesenheit dieser Position.
  6. Sorge dafür, dass deine Prozesse dokumentiert sind. Nur einen dokumentierten Prozess kannst du zielführend auslagern, nur so ermächtigst du deine Mitarbeiter zum eigenverantwortlichen Arbeiten und gibst dir selbst die Möglichkeit, dich aus Positionen herauszuziehen.
  7. Denke im nächsten Schritt an die Zukunft – willst du wachsen und deine finale Firmengröße halten, ist es sinnvoll, auch gute Mitarbeiter zu halten. Mache dir Gedanken über Strategien zur Mitarbeitermotivation und Weiterentwicklung deiner Mitarbeiter. Wie entwickelst du deine Mitarbeiter kontinuierlich weiter? Wie würde eine Zielvereinbarung aussehen? Wie sieht deine Mitarbeiter-Evaluation aus? Wirklich schlechte Mitarbeiter kannst du so viel leichter identifizieren und ersetzen.

Mache dir Gedanken über Strategien zur Mitarbeitermotivation und Weiterentwicklung deiner Mitarbeiter. Wie entwickelst du deine Mitarbeiter kontinuierlich weiter? Wie würde eine Zielvereinbarung aussehen? Wie sieht deine Mitarbeiter-Evaluation aus? Wirklich schlechte Mitarbeiter kannst du so viel leichter identifizieren und ersetzen.

 

Dein nächster Schritt

Effizienter Teamaufbau für ein gesundes Wachstum ist eine nicht ganz einfache und komplexe Angelegenheit, und vor allem nichts, was sich über Nacht installieren lässt. Wenn du Unterstützung beim Aufbau deiner Teamstruktur willst, oder mit deinem Team und deiner Firma aufs nächste Level möchtest, melde dich gleich hier zum kostenlosen Mini-Coaching an.

Dieser Blogartikel ist in einer Kooperation mit Business mit Struktur entstanden und wurde dort als Erstes veröffentlicht.

Wie du eine Problemlösung entwickelst, die sich von selbst verkauft.

Wie du eine Problemlösung entwickelst, die sich von selbst verkauft.

Dieser Blogartikel ist in einer Kooperation mit Business mit Struktur entstanden und wurde dort als Erstes veröffentlicht.

 

In dem Buch „Letting Go“ von Richard D. Hawkins beschreibt der Autor, dass selbst in einer wirtschaftlichen Depression, in der es heißt, dass die Arbeitslosenquote Höchststand hat, es immer Individuen gibt, die nicht nur einen Job haben, sondern sogar zwei oder drei bekommen können. Gerade in solchen Zeiten gibt es auch Menschen, die reich werden, obwohl alle der Auffassung sind, dass in diesem ökonomischen Klima niemand Geld ausgibt.

Solange die Menschen Probleme haben, ist es immer möglich, Geld zu verdienen. Dabei ist es egal, in welcher wirtschaftlichen Lage wir uns befinden. Wenn du fähig bist, die Probleme einer Zielgruppe zu erkennen und eine Lösung zu entwickeln, dann wirst du niemals hungrig ins Bett gehen müssen.

Fernab von Trends und Geldmacherei

Es gibt immer wieder Unternehmen, die wie Pilze aus dem Boden sprießen und dann plötzlich verschwinden, als wären sie vom Erdboden verschluckt worden. Sie haben einen Trend entdeckt, sind auf den Zug aufgesprungen und nach einer Weile ist ihnen der Sprit ausgegangen oder sie sind sogar gnadenlos entgleist.

Kannst du dich an die Zeit der Bubble-Tea-Läden, der E-Zigaretten-Shops oder Druckerpatronen-Läden erinnern? All diese Geschäfte haben eine Zeit lang gutes Geld verdient, bis dann die Quelle – der Trend – urplötzlich versiegt ist und damit ihre Existenzgrundlage.

In vielen Fällen ist es wahnsinnig anstrengend, ein Unternehmen aufzubauen. Du musst die Bedürfnisse deiner Kunden kennenlernen, Produkte entwickeln, eine Marke aufbauen, Sichtbarkeit im Markt gewinnen, das Vertrauen deiner Zielgruppe bekommen, ein Team trainieren und vieles mehr. All dies kostet wahnsinnig viel Energie und auch Geld. Sein Business auf einen Trend zu basieren, ist in meinen Augen unglaublich kurzsichtig. Es gleicht einer Sisyphusarbeit. Du schleppst einen schweren Brocken Stein den Hang hinauf, nur damit du ihn kurz vor dem Ziel wieder herunterrollen siehst. Du wirst deinen großen Zahltag also niemals erreichen.

Nur wenn dein Business deine Kunden nachhaltig transformiert und nicht auf einem Trend basiert, kann dein Unternehmen für viele Jahre, wenn nicht sogar Generationen, existieren. Deinen Kunden zu transformieren bedeutet, dass du sein Leben nachhaltig verbesserst und ihn auch im Inneren veränderst. Dein Kunde wird nach der Zusammenarbeit nicht mehr das gleiche Leben führen und auch nicht mehr der gleiche Mensch sein. Es gibt das Leben vor der Zusammenarbeit mit dir und es gibt das Leben danach. Die Frage ist, wie du das Leben veränderst und ob es eine positive Veränderung ist.

Hubspot beispielsweise ist nicht nur ein Softwareunternehmen, sondern hilft seinen Nutzern, die Inbound-Methodik für die Lead-Generierung und Kundenakquise zu erlernen. Hubspots Kunden lernen, wie man als Unternehmen besonders attraktiv für Kunden wird, damit sie alleine auf einen zukommen können. Damit ist Hubspot für seine Nutzer doppelt wertvoll. Hubspot gibt seinen Kunden nicht nur das Werkzeug, um ihre Ziele zu erreichen, sondern zeigt ihnen ebenso, wie sie das Werkzeug für das Wohl aller Beteiligten anwenden können.

Inspirierende Führungspersönlichkeiten werden gebraucht.

Von Siddhartha Gautama Buddha wissen wir, dass Mensch sein Leid bedeutet. Wir kommen auf die Welt, um Erfahrungen zu machen und zu lernen. In den wenigsten Fällen lernt der Mensch durch Genuss. Die größten Erkenntnisse machen wir, wenn es weh tut. Obwohl Leid für den Großteil der Menschheit allgegenwärtig ist und somit zum Normalzustand gehört, sehnen wir uns dennoch nach Erlösung.

In dem Buch “Power vs. Force” erklärt uns der Autor, dass sich viele Menschen auf einem sehr niedrigen energetischen Level befinden. Diese Ebene wird von Gefühlen wie Scham, Schuld, Antriebslosigkeit und Trauer begleitet. Auf diesem Level ist es sehr schwer, sich selbst aus dem Morast zu ziehen. Sie hoffen auf einen Erlöser, der ihnen gibt, was sie brauchen, da sie selbst nicht in der Lage sind, das zu bekommen, was sie wollen.

Ein anderer Teil der Menschen befindet sich auf einem höheren energetischen Level, welches von Gefühlen wie Verlangen, Wut und Stolz geprägt ist. Obwohl diese Gefühle immer noch destruktiv sind, ist auf diesem Level bereits mehr Energie vorhanden, um die eigene Situation zu verändern. Diese Menschen sind in der Lage, enorme Energie aufzubringen, um äußere Zustände zu ändern.

Beide Gruppen von Menschen suchen nach einer starken Führungspersönlichkeit, die ihnen zeigt, dass es einen konkreten Weg gibt, um ihr Leid zu vermeiden oder ihre Wünsche zu erfüllen. Dabei ist es wichtig zu erkennen, dass man einen Menschen nie zu etwas überreden kann. Man kann ihn lediglich dazu inspirieren, neue Möglichkeiten zu sehen und ihm aufzeigen, dass auch er die notwendige Stärke hat, seine Realität zu verändern.

Wirkliche Führung bedeutet Inspiration und Befähigung und nicht Manipulation und Ausnutzung. Wenn dein Business und deine Angebote auf einer positiven und nachhaltigen Transformation basieren, dann wirst du Menschen inspirieren und führen können. Wettbewerb ist auf dieser Ebene kein Thema mehr.

Satt ist gut. Saatgut ist besser.

Wenn du mit deinem Unternehmen wirklich etwas bewegen möchtest und nicht nur ein paar Euro verdienen willst, dann kannst du das Leben deiner Kunden langfristig zum Positiven verbessern. Sicherlich kennst du den Spruch von Konfuzius: „Gib einem Mann einen Fisch und du ernährst ihn für einen Tag. Lehre einem Mann zu fischen und du ernährst ihn für sein Leben.“

Die Hilfsorganisation „Brot für die Welt“ macht in meinen Augen geniales Marketing. Von ihnen kommen Plakate wie: „Satt ist gut. Saatgut ist besser.“ oder „Hilft – Wasserflasche – Hilft weiter – Brunnen“.

Wenn du als Unternehmer auf einem energetischen Level bist, das von den Gefühlen wie Mut, Akzeptanz und Liebe geprägt ist, dann wirst du immer Möglichkeiten finden, um eine Win-win-Situation hervorzurufen. Du stellst dich in den Dienst der Menschen. Sich in den Dienst zu stellen bedeutet nicht, dass du dich aufopferst. Du sorgst dafür, dass alle Beteiligten etwas von deiner Unternehmung haben. Dies schließt dich selbst mit ein. Auf diesem Level nutzt du Geld auch nicht mehr, um deine Existenz zu sichern und deine Ängste zu verringern, sondern Geld ist bloße Energie, um für alle Beteiligten noch mehr innere Wachstumsmöglichkeiten zu schaffen.

Dauerhafte Motivation durch Sinn

Viele erfolgreiche Unternehmer, die sich überwiegend auf das Erwirtschaften von Gewinnen fokussiert haben, kommen früher oder später in eine Sinnkrise. Ihr Unternehmen macht ihnen immer weniger Spaß und viele geben ihr Business nach drei oder fünf Jahren sogar auf und starten etwas Neues. Stefan Merath erzählt in seinem Buch „Die Kunst, seine Kunden zu lieben“, von einem Protagonisten, der genau dieses Problem hat. Ihm geht nach ein paar Jahren immer wieder die Motivation verloren und er empfindet sein Business als einen Klotz am Bein.

Auch Simon Sinek zeigt in seinem Buch „Start with Why“, warum es so wichtig ist, ein starkes Warum in seinem Business zu haben. Denn wer weiß, wofür er jeden Montag Morgen aufsteht, der steht schwungvoll, mühelos und mit einem Lächeln auf. Denn nichts ist motivierender, als einen tiefen Zweck zu haben. Nichts bringt mehr Freude, als sich in den Dienst der Menschen zu stellen.

Wie du eine Transformation entwickelst.

Da wir nun ausführlich geklärt haben, dass eine tiefe Transformation deines Kunden nicht nur altruistisch ist, sondern auch besonders smart, um ein langfristig erfolgreiches Business aufzubauen, schauen wir uns nun an, wie man eine Transformation überhaupt entwickelt.

Wie bereits besprochen, gibt es ein Leben vor der Zusammenarbeit mit dir und deinem Unternehmen und es gibt das Leben nach der Zusammenarbeit. Du musst genau herausfinden, wie diese beiden unterschiedlichen Leben aussehen. Dabei gibt es harte Fakten wie Umsatz, Körpergewicht oder Kosten und es gibt weiche Fakten wie beispielsweise Gefühlszustände, zwischenmenschliche Beziehungen und Qualität.

Wenn du deine Transformation entwickelst, ist es wichtig, dass du die Unterschiede auf beiden Ebenen herausarbeitest. Harte Fakten sind wichtig für unsere linke Gehirnhälfte. Die weichen Fakten sind jedoch ausschlaggebend für unsere Kaufentscheidung und das gute Gefühl dabei.

Das Leben vor der Zusammenarbeit

Überlege dir im ersten Schritt, wie das Leben deines Kunden vor der Zusammenarbeit mit dir aussieht. Welche Probleme hat er? Was stresst ihn regelmäßig? Wovor hat er Angst? Welche Ziele hat er noch nicht erreicht? Welche Wünsche konnte er sich noch nicht erfüllen? Beispiele für solch ein Leben könnten sein:

Harte Fakten:

  • zu wenig Umsatz
  • zu kleine Gewinnmarge
  • zu wenig qualifizierte Mitarbeiter
  • zu viel Abfall bei der Produktion
  • zu viel Mitarbeiterfluktuation
  • zu viele Kundenbeschwerden bzw. Reklamationen
  • zu viele Tickets im Kundensupport

 

Weiche Fakten:

  • Angst vor Wettbewerbsdruck
  • zu hohes Stresslevel
  • Zweifel an der eigenen Kompetenz
  • zu viel gefühlter finanzieller Druck
  • demotivierendes Kundenfeedback
  • Aggression gegenüber Geschäftspartnern
  • zu viele zwischenmenschliche Konflikte unter den Mitarbeitern

 

All diese Fakten sind enorm wichtig für dich, da du sehr viel besser verstehst, in welcher Lage sich dein Kunde befindet. So kannst du mit viel Liebe und Empathie auf ihn zugehen. Je besser du seine Welt verstehst, desto weniger musst du deine Angebote „verkaufen“.

Das Leben nach der Zusammenarbeit

Nun überlege dir, wie das Leben deines Kunden nach der Zusammenarbeit mit dir aussieht. Wie sieht das Leben aus, wenn du ihn vollständig transformiert hast? Was hat er in seinem Leben bekommen, was er immer haben wollte? Sei in deinen Aussagen sehr konkret.

Harte Fakten:

  • 30 % mehr Umsatz
  • 50 % Materialersparnis bei der Produktion
  • hochqualifizierte Mitarbeiter (A-Player)
  • durchschnittliche Mitarbeiterzeit von drei Jahren
  • Senkung der Kundenreklamationen von 45 % Prozent
  • Senkung der Supportanfragen von 25 %

 

Weiche Fakten:

  • selbstbewusster Umgang mit Wettbewerb
  • drastische Senkung des Stresslevels
  • Vertrauen in die eigene Kompetenz
  • Finanzielles Spielfeld, auf dem man ausprobieren kann.
  • ermutigendes Kundenfeedback
  • harmonische Geschäftsbeziehungen
  • harmonisches Miteinander im Team

In der Phase der Transformationsentwicklung ist es wichtig, das dein innerer Kritiker nicht sofort anspringt. Manche Unternehmer bekommen dann sofort Zweifel und sagen sich selbst: “Ja, aber ich bin Social-Media-Manager. Ich kann nicht dafür sorgen, dass er sich selbst liebt.“ Das mag beim ersten Blick vielleicht so richtig sein, doch hier geht es darum, herauszufinden, wie eine vollständige Transformation aussieht, die der Kunde braucht. Ob und wie du diese möglich machst, ist erst in einem späteren Schritt zu betrachten.

Je messbarer deine Transformation ist, desto überzeugender bist du. Harte Fakten lassen sich dabei besser messen als weiche Fakten. Doch man kann auch weiche Fakten messen, indem man eine standardisierte Einschätzung vor und nach der Zusammenarbeit gibt. Dazu kannst du ein standardisiertes Self-Assessment entwickeln und wichtige Fragen zur Selbsteinschätzung stellen.

Auf einer Skala von 0 bis 10, auf der 0 die schwächste Ausprägung und 10 die stärkste Ausprägung ist:

  1. Wie hoch empfindest du dein Stresslevel im Moment?
  2. Wieviel Vertrauen hast du in deine Kompetenz als Unternehmer?
  3. Wie harmonisch ist die Zusammenarbeit im Team?
  4. Wieviel finanziellen Druck empfindest du im Moment?

Auf diese Art und Weise kannst du deinem potenziellen Kunden ganz genau zeigen, dass deine Lösung Ergebnisse liefert. Denn nur dafür wollen Kunden Geld bezahlen.

Die große Transformation in Einzelschritten gangbar machen.

Es heißt, dass Rom nicht an einem Tag erbaut wurde. Genauso ist eine umfassende, lebensverändernde Transformation in den seltensten Fällen in einem Schritt machbar. In der Regel braucht es viele kleine Veränderungen, um zu seinem Ziel zu gelangen.

Sofern wir die große Transformation definiert haben, können wir überlegen, welche kleinen Mini-Transformationen es braucht, um das Endziel erreichen zu können. In dieser Phase ist es wichtig, konkret und praktikabel zu denken. Welche Schritte muss der Kunde mit dir machen, damit wir ein Endergebnis bekommen können? Welche kleinen Erkenntnisse muss der Kunde haben? Was für Aufgaben müssen erledigt werden, damit wir das Traumleben verwirklichen können? Beispiele für Mini-Transformationen wären:

  • Analyse des Ist-Zustandes
  • Konzeption der Lösung
  • Veränderung des Mindsets
  • Design von Materialien
  • Identifizierung von Quick-wins
  • Umsetzung der einzelnen Lösungsphasen
  • Testing
  • Ausrollen des Projekts
  • Reporting
  • Projektübergabe
  • Schulung der Mitarbeiter
  • etc.

 

Gut definierte Mini-Transformationen sind enorm wichtig, um Klarheit darüber zu bekommen, was der Kunde wirklich braucht, um sein Ziel zu erreichen.

Es kann sein, dass du eine Mini-Transformation identifiziert hast, die du selbst nicht liefern möchtest. In diesem Fall ist es wichtig, dass du diesen Schritt nicht einfach unter den Tisch fallen lässt, sondern dir überlegst, wie dein Kunde diese kleine, aber notwendige Transformation bekommen kann, ohne dass du selbst Hand anlegen musst. Das kannst du erreichen, indem du ihm eine wertvolle Ressource zur Verfügung stellst, damit er diesen Schritt im Alleingang machen kann oder du weist ihn auf kompetente Dienstleister hin, die diesen Schritt übernehmen können. Auf diese Weise zeigst du, dass dir seine Problemlösung wirklich am Herzen liegt und du ihn nicht bei Teilschritten alleine lässt.

Dein nächster Schritt

Angebotsformate wie beispielsweise Seminare, Onlinekurse oder Konferenzen können sich über den Lebenszyklus deines Unternehmens verändern. Die Transformation, die du deinem Kunden jedoch lieferst, sollte gleich bleiben. Damit du für deine Kunden eine hieb- und stichfeste Transformation entwickelst, kannst du dich zu einem kostenlosen Mini-Coaching bewerben.